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1. SoH + Borderline = ???

Einer meiner Lieblingsautoren setzt vor fast jedes seiner Werke ein Vorwort. In diesen erklärt er wie er auf die Idee gekommen ist dieses Buch zu schreiben oder berichtet über spannende Randnotizen die ihm während des Schreibens passiert sind. Ich möchte diesen Blog genau dafür verwenden. Als Vorwort zu unserem Album, welches fast fertig ist und es für meinen Geschmack mehr als wert ist, näher darauf einzugehen, als sich bloß mit den Liedern darauf zu befassen. Der selbe Autor begrüßt auch die Käufer seiner Werke mit den Worten "Hallo werter Leser..." So förmlich möchte ich mich dir jetzt nicht nähern, aber ich finde es schon mal sehr gut dass du den Weg hierher gefunden hast. In unserer heutigen Welt ist es ja nicht selbstverständlich dass noch jemand irgendetwas liest. In Zeiten wo Filme immer aufwendiger werden und selbst klein Timmi mit seinem Computerprogramm ansehnliche Youtube Videos zusammenschnippelt, bleiben Bücher, Blogs und sogar Zeitungen immer nur das eine: Buchstaben auf weißem Grund, bei denen das Ausschlaggebende ist, was geschrieben wird und vor allem wie. Ich hoffe ich habe genug Interessante Dinge zu berichten um die wenigen Leser die unsere Musik, unseren Werdegang oder einfach nur unsere Person interessiert, bei Laune zu halten. Und selbst wenn nicht... In ein paar Jahren kann ich mir hoffentlich diesen Blog noch einmal durchlesen und mich an Sachen erinnern, die ich zwar selbst erlebt, aber leider schon wieder vergessen hab. Denn nichts anderes versuche ich hier zu tun. Die Zeit anhalten, solange es noch etwas gibt was es sich zu anhalten lohnt.

Die meisten Menschen die Aster, Tame, mich und unsere Musik kennen, werden warscheinlich denken dass wir schon jahrelang befreundet sind. Eine gemeinsame Vergangenheit haben und erst jetzt auf den Trichter kamen auch musikalisch zusammenzuarbeiten. Und genau das ist das schöne an dieser Geschichte. Denn Tame und ich kennen uns zwar schon seit 8 Jahren, aber Aster lernten wir erst durch die Albumproduktion richtig kennen und genau dort fange ich auch an.

Ende 2011 war an Exotone noch lange nicht zu denken, denn "damals" gab es noch 2 Crews die unterschiedlicher nicht sein konnten. Auf der einen Seite SoH, von Aster gegründet und in Ostberlin ziemlich bekannt. Aster fungierte als Zugpferd und hatte neben zahlreichen unbekannteren Künstlern, auch schon Features mit namhaften Akteuren aus dem berliner Untergrund an den Start gebracht. Jeder in unserer Gegend kannte die Leute und jedesmal wenn ein Auftritt von SoH angekündigt war, konnte man sicher sein, dass die Kids in Scharen mit ihren SoH Shirts kamen und Stimmung machten.
Auf der anderen Seite war da Borderline. Eine dreiköpfige Truppe, bestehend aus Akiio, Tame und mir. Uns gab es zu dem Zeitpunkt etwa ein Jahr und wir hatten mit einem Album auch schon ein paar Leute auf uns aufmerksam gemacht. Mit qualitativ bescheidenen Videos versuchten wir wie mit der Brechstange ein kleines Stück vom Kuchen zu bekommen. Wenn ich mir dieses Album jedoch anhöre, muss ich leider sagen, dass bis auf 2 oder 3 Ausnahmen, die Tracks eher schlecht als recht wahren. Was will man aber auch erwarten von einem Album, was wir innerhalb einer Woche aufgenommen haben, ohne großartig darüber nachzudenken, ob das was wir da produzieren überhaupt gut ist. Hinzukam, dass wir Akiio gerade rausgeschmissen haben, da dieser nicht den Aufwand betrieb, den Tame und ich in die Musik steckten. Interessiert hat es zu dem Zeitpunkt kaum einen der unsere Musik verfolgt hat, und doch war es ein Schritt der alles ändern sollte.
Dieses "Label" blieb dennoch mein Baby, denn auch wenn wir ständig Mails bekamen, dass wir doch bitte den Namen ändern sollten und wir ja keine Ahnung hätten was dieser bedeuten würde, hatte er doch gerade für mich eine ganz besondere Geschichte. Denn im Gegensatz zu den meisten Menschen heutzutage, konnte ich mit Fug und Recht behaupten dass ich ganz genau wusste was dieser bedeutet. Aber das ist eine andere Geschichte und wer meine Musik schon etwas länger verfolgt, dürfte auch wissen was ich meine. Wir waren also meilenweit entfernt von dem Hype den Aster mit SoH hatte, was vor allem mich doch schon ein wenig wurmte. Ich hatte mit dieser Crew nämlich meine ganz eigene Vergangenheit und konnte um ehrlich zu sein, die Leute einfach nicht leiden. Nicht dass ich sie gekannt hätte, aber ich war mit 18, als ich so richtig mit der Musik angefangen habe, sagen wir mal, zu ehrgeizig. Mich hat der SoH Hype. der gerade so richtig anfing, angekotzt. Damals habe ich einfach nicht verstanden, warum gerade diese Typen so eine Aufmerksamkeit bekamen und als ich dann noch mit einem von denen übers Internet aneinander geraten bin, war der Fall für mich erledigt. Heute, 8 Jahre später, kann ich darüber nur noch schmunzeln. Vor allem wenn ich daran denke, dass bei SoH Leute aufgenommen wurden, die mir damals noch Texte und Demos geschickt haben, welche ich überarbeiten sollte. Tame hatte mit SoH nie ein Problem, er hörte sogar ihre Musik und war schwer begeistert. Ich hab mit ihm nie darüber geredet, aber ich kann mir gut vorstellen, dass ihn meine Einstellung den Jungs gegenüber ein wenig gestört hat. Aus Loyalität mir gegenüber hätte er wohl nie den Großen Kontakt zu ihnen gesucht, aber ich wurde ja im Laufe der Zeit auch schnell eines Besseren belehrt was SoH betrifft. Denn wir sollten später mit Borderline den 3 Jungs von SoH des öfteren über den Weg laufen und gerade dieser Aster begann mir immer sympathischer zu werden... Denn ausgerechnet er beschaffte uns 2011 einen Auftritt zum Schöneweide Stadtteilfest vor etwa 500 Menschen. Bis heute das größte Publikum was ich je hatte. Für SoH war das normal, aber für uns war es definitiv ein Highlight und auch wenn es nur für ein Lied war, uns ging richtig der Stift. Außerdem trafen wir Aster des öfteren im Inhouse Klub. Dies ist ein Jugendclub mit hauseigenem Studio, das wir gerade regelmäßig nutzten und auch SoH hatte dort ihren Ursprung. Das Inhouse veranstaltet regelmäßig Konzerte bei denen wir auftreten und damals gingen Borderline und Soh noch getrennt an den Start. Wir unterhielten uns ein wenig, tauschten uns aus über den Stand der musikalischen Dinge, aber mehr sollte erstmal nicht passieren.
Bis ich Anfang 2012 die Arbeiten an meinem 2. Soloalbum begann und händeringend nach einem Feature suchte. Am besten eines mit dem keiner gerechnet hätte. Also fasste ich mir ein Herz und fragte Aster ob er nicht Bock hätte einen Track mit mir zu machen. Er sagte zu, aber das hieß für mich nicht zwingend dass es auch klappen würde. Denn Tame hatte ihn ein paar Wochen zuvor auch schon gefragt und Aster hatte es schlicht und ergreifend einfach vergessen. Tame ging mit seiner ruhigen Art eher gelassen damit um, aber ich wusste was ich zu tun hatte. Nägel mit Köpfen. Ich machte mit ihm also zeitnah einen Termin im Studio aus, damit ja nicht zu viel Zeit ins Land streicht. Er kam zwar 2 Stunden zu spät, aber egal... er kam. So entstand der erste Track mit mir und Aster, mit dem vielsagenden Titel "Musik ist Leben".
Im Laufe der nächsten Monate schlug sich Borderline in Zweierbesetzung mit kleineren Auftritten durch und Aster arbeitete mit Poet und Esak an einem professionellen Album, welches SoH endlich den Durchbruch ermöglichen sollte. Im Sommer wagten Tame und ich dann den Schritt ein eigenes Konzert auf die Beine zu stellen und nutzten dafür natürlich das Inhouse. Borderline sollte als Headliner den Großteil des Abends füllen, davor noch ein paar hauseigene Nachwuchsleute die das Vorprogramm bilden sollten. Natürlich fragten wir Aster auch ob er nicht mit Soh auftreten möchte. Er meinte er würde gerne auftreten, müsse aber gucken wie er das macht, da es kein SoH Auftritt wird. Diese Aussage machte uns stutzig, aber wir kannten uns zu wenig um da groß nachzuhaken. Ausserdem fiel uns auf, dass der letzte Auftritt von SoH bei besagtem Stadtteilfest war, also schien da irgendwas nicht zu stimmen. So trat Aster dann alleine auf, mit einem Kumpel als Backup. Da wir das Wort Headliner mehr als wörtlich nahmen, stellten wir ein Programm von fast 90 Minuten zusammen, welches nur von Borderline gefüllt wurde. Wir traten als Letzte auf und so kam was kommen musste. Um 22:00 Uhr betraten wir endlich die Bühne, doch die meisten Leute waren weg. Eigentlich war die Halle gut gefüllt, doch nach fast 3 Stunden Konzert von den anderen Künstlern war es dem Großteil des Publikums wohl zu viel. Hinzu kamen etliche Texthänger und ein Feuerwerk in der Pause, nach dem natürlich keiner mehr Bock hatte in den Saal zurückzukehren um sich noch eine dreiviertel Stunde "Deprimucke" anzutun. Das Gute war dass wir endlich mal ein wenig Kohle mit der Musik gemacht haben, denn die Einnahmen konnten wir behalten. Trotzdem war uns beiden klar dass was passieren musste. Wir waren beide schon immer der Meinung dass man zu dritt am besten arbeiten kann, leider hatten wir keinen den man ins Boot holen konnte. Und so hanhm alles seinen Gang. Tame schlug vor Aster zu fragen. Mehr als nein könne er ja nicht sagen. Ich war schon immer der Meinung dass man sowas nur mit Leuten angehen könne, die man auch wirklich kennt, und warum sollte ausgerechnet Aster mit uns beiden Flachzangen Musik machen wollen? Aber Tame überredete mich und so machte er mit Aster ein Treffen im Inhouse klar, da wir was mit ihm zu besprechen hätten.
Und so saßen wir da nun... 3 Sofas, 3 Menschen... Aster wusste natürlich von vornherein worauf dieses Gespräch hinauslaufen sollte, trotzdem war es mir mehr als unangenehm. Wir kamen schnell ins Gespräch, aber so richtig wollte keiner von uns mit der Sprache rausrücken. Bis er uns erklärte dass es SoH nicht mehr gibt. Warum und weshalb lass ich hier mal unbeantwortet. Darüber zu reden steht mir einfach nicht zu. Er sagte uns aber auch dass er große Lust hätte wieder Musik zu machen und er sich auf das Experiment mit uns beiden gerne einlassen würde. Denn nichts anderes war es zu diesem Zeitpunkt. Wir kannten uns halt nicht wirklich und Sympathie verfliegt auch so schnell wie sie gekommen ist. Es blieb also noch eine Frage im Raum die es zu klären galt. Unter welcher Flagge wollten wir eigentlich segeln? Unter dem Namen SoH Musik zu machen kam für mich nicht in Frage und auch Aster wollte eher was neues Anfangen. Natürlich haben wir insgeheim gehofft, Aster würde bei Borderline mit einsteigen, aber dieser Zug war ganz schnell abgefahren. Denn genau wie ich wollte er sich nicht etwas unterordnen was er nicht selbst ins Leben gerufen hat. In dem Punkt waren wir beide uns sofort einig, was aber auch bedeutete Borderline einzustampfen und etwas neues aufzubauen. Schon wieder bei 0 anzufangen. Eine, die auf sehr wackeligen Beinen stand. Mit knirschenden Zähnen gab ich also mein Ok und das Ding war beschlossene Sache. Wir redeten noch etwas über andere "Künstler", machten grob eine musikalische Richtung aus und beschlossen, unter der Voraussetzung dass wir 3 harmonieren würden, endlich alles richtig zu machen. Keine Kompromisse, keine halbgaren Geschichten mehr. Ein Album hinter dem wir 3 stehen und das auch qualitativ professionell daher kommen sollte, egal wie lange es dauert und was es kosten würde. Das war der Oktober 2012, und jetzt, eineinhalb Jahre später, muss ich immer noch Lächeln wenn ich daran denke wie wir da saßen. Völlig verkrampft und unsicher. Nur nichts falsches sagen. Es könnte die letzte Chance sein die wir haben.
Eine Woche später trafen wir uns das erste mal in meiner Wohnung mit Beats und schrieben Texte. Aber dazu nächste Woche mehr.

Broom feat. Aster - Musik ist Leben
28.2.14 17:23
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Leggy (1.3.14 19:36)
Sehr informativ... Mal sehen was da für ein Album entsteht! Aber wenn Aster mitmacht und den Klang mitbestimmt wird's bestimmt wieder super!!! Freu mich nach so langer Zeit mal wieder auf was neues . Aber spielt Aster nicht in einer Metalband? Das habe ich gehört ?


(3.3.14 01:09)
aster spielt nebenbei in einer band, mit der wir auch schon ein unplugged von einem song aufgenommen haben... aber wie gesagt nur nebenbei... klar bestimmt er den klang des albums mit


Gora (15.3.14 23:50)
wunderbar, da freud man sih drauf ! :D

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