Startseite
    Rap
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Letztes Feedback
   24.07.14 03:16
    Wasn nu mit dem Album?
   24.07.14 03:16
    Wasn nu mit dem Album?
   24.07.14 03:16
    Wasn nu mit dem Album?
   24.07.14 03:16
    Wasn nu mit dem Album?
   24.07.14 03:16
    Wasn nu mit dem Album?
   11.11.16 07:47
    autobinarysig101@gmx.com



http://myblog.de/broomexotone

Gratis bloggen bei
myblog.de





2. Unverwechselbar und Namenlos

Nun waren wir also ein Trio, dass nicht so richtig wusste wohin die Reise gehen würde. Eine Woche nach dem Treffen im Inhouse Klub versuchten wir dem jedoch auf den Grund zu gehen und trafen uns an einem Freitag Abend in meiner Wohnung. Wir hatten vorher ausgemacht, uns jeder Gedanken darüber zu machen, wie das Album denn klingen könnte und passende Beats rauszusuchen. Gesagt, getan und schon hatten wir mindestens 20 Beats, von denen es am Ende nur einer aufs Album geschafft hat. Auch an diesem Abend merkte man Anfangs die verkniffene Stimmung, jedoch ist diese ganz schnell wieder verflogen. Nach ein paar bescheuerten Witzen meinerseits, noch bescheuerteren Witzen von Aster und Tames unnachahmlichem Antihumor, wussten wir drei wie der andere so tickt. Mit meiner manchmal etwas derben und direkten Art kann es schnell passieren, dass ich anecke und Leute, die mich nicht kennen, für einen gefühlslosen Drecksack halten. Nun hatte ich also in der Hinsicht einen weiteren Drecksack gefunden und Tame bekam insgeheim die Aufgabe das Trio wieder auszugleichen. Nach etwa einer Stunde Blödsinn besannen wir uns dann aber doch aufs Wesentliche und spielten uns Beats vor. Dabei sind mir 2 Dinge hängengeblieben. Zum einen Asters Technikwahn. Denn da die Boseanlage, die in meinem Wohnzimmer steht, keinen USB-Anschluss hat, mussten wir die Beats über meine PS3 abspielen. Meine Glotze ist auch nicht mehr die neueste, also durfte ich mir erstmal ein paar Witze über meine Inneneinrichtung gefallen lassen. Zum anderen wurde mir aber ganz schnell klar, dass wir zumindest was die Beats betrifft, perfekt harmonieren. Keiner von uns hatte große Querschläger rausgesucht, denn meistens war es nur eine Melodie oder ein Drumteil, das einem von uns nicht so schmeckte. Aster wollte anscheinend gleich richtig Eindruck schinden und hatte zu einem Beat sogar schon eine Hook/Refrain geschrieben. Zum ersten mal hörte ich die Worte, die das ganze Album prägen sollten. "Man sagt uns dieses Leben hat so viel zu bieten und, so viel verschieden Schönes wie die Liebe und..." Es war nicht besonders schön gesungen, aber ich, und Tame warscheinlich auch, erkannten sofort das Potential dahinter und ich für meinen Teil war schwer begeistert von diesem Typen, der da auf meinem Teppich saß und über das Leben philosophierte. Dieses Lied sollte jedoch noch etwas Zeit brauchen, denn wir suchten uns zunächst einen anderen Beat raus. Ein sehr ruhiges, gitarrenlastiges Stück, welches sehr simpel und für den Anfang perfekt schien. Nun kamen wir jedoch an einen Punkt, den wir noch öfter überwinden sollten, nämlich die Themenwahl.
Mir ist im Laufe der Zeit aufgefallen dass wir 2 Arten haben uns ein Thema zu picken. Entweder ist es so allgemein gehalten, dass zwar jeder seinen Freiraum hat und schreiben kann was er will. Man jedoch auch aufpassen muss, dass nicht 3 Strophen entstanden, die reingarnicht zu einander passten. Oder wir nahmen so spezielle Themen, dass man erstmal eine Stunde darüber nachdenken musste, was man denn überhaupt schreiben konnte. In diesem Fall entschieden wir uns für Variante 2 und probierten uns an einem Song über die Abenddämmerung. Hört sich merkwürdig an? War es auch. Ich habe zunächst garnicht verstanden was die beiden von mir wollten, als sie von diesem Gefühl sprachen, wenn die Sonne untergeht und alles schön ist. Hab ich um ehrlich zu sein bis jetzt nicht, aber ich wurde irgendwie überzeugt. Wir setzten uns also auf meinen Balkon und schrieben jeder in der Enge meines Balkons ein Lied, was ich nicht verstand. Mir war das jedoch völlig egal, denn ich wollte endlich wissen ob wir drei zusammen passen würden. Textlich, stimmlich und vor allem wenn es an die Hook ging. Die Strophen waren ziemlich schnell geschrieben und eigentlich garnicht so schlecht. Für mich haben sie auf jedenfall ein Gefühl rübergebracht, was alle Menschen anscheinend haben, wenn die Sonne untergeht. Alle ausser mir.
Schon bei unserem ersten Lied etablierten wir eine Methode, die wir immernoch und ausnahmslos verwenden. Sind alle 3 Parts geschrieben, rappen wir sie uns vor und jeder darf seinen Senf zu den anderen Parts dazu geben. Somit ist schonmal ausgeschlossen dass einer in die Booth (Aufnahmekabine) geht und völlig am Thema vorbei rappt. Oder, was eigentlich noch viel schlimmer ist, sich durch einen komplett schlechten Text bis auf die Knochen blamiert. Denn wenn wir drei eins nicht sind, dann nette, verständnisvolle Menschen. Baut einer Mist, wird er gnadenlos verarscht. Natürlich mit einem freundschaftlichen Augenzwinkern. Damals hatten wir aber keinen Totalausfall dabei, also kamen wir zum kniffligen Teil eines Liedes. Das Schwierigste und leider auch Wichtigste ist nämlich die Hook und bei der schlugen wir einen Weg ein, den wir noch bereuen sollten. Aster hatte eine Melodie im Kopf, die es nur noch lyrisch zu füllen galt. Nach einigem Hin und Her hatten wir diese Zeilen dann auch auf dem Papier: "Unbeschreiblich und unverwechselbar. Du bist so perfekt! Einzigartig in deiner ganzen Art. Bis du uns verlässt. Denn du bist so facettenreich..." Eigentlich eine coole Kombination von Gesangsparts und Rap. Wir hatten jedoch nicht bedacht dass wir drei nicht singen konnten und was man im Studio vielleicht noch mit Effekten regeln kann, klingt live dann nicht mehr so schön. Was das bedeutet, würden wir jedoch bald lernen, denn die gemeinsamen Auftritte sollten schneller kommen als uns dreien lieb war.
Nachdem wir also den ersten vermeintlichen "Hit" geschrieben hatten und mit vor Stolz geschwellter Brust ins Wohnzimmer zurückkehrten, stellten wir uns die letzte, alles entscheidende Frage: Wie sollten wir uns eigentlich nennen? Wir grübelten ein wenig und schmissen uns dann eher uninspirierte Vorschläge an den Kopf. Von meiner Seite her kam zum Beispiel "Sound of Border", was die Kombination von SoH und Borderline gewesen wäre. Zum Glück gingen die beiden nicht näher darauf ein und liessen mich mit einem Gefühl der Scham links liegen. Tame und Aster wurden aber auch nicht wirklich von der Muse geküsst, also vertagten wir die Namensfrage und verabredeten uns für nächste Woche erneut. Die Frage nach dem Namen sollte uns noch einige Schwierigkeiten bereiten, denn was für den Hörer einfach als gegeben hingenommen wird, ist für den Künstler eine Art Existenzberechtigung. Der Name SoH (Sound of History) war dabei selbsterklärend, Borderline entstand durch meine eigene Vergangenheit. Wir 3 als Team hatten diese aber nicht, also mussten wir uns zwangsläufig überlegen ob wir einen Namen nehmen, der zweifelsfrei für uns und unsere Musik stehen sollte, oder einfach nur ein Begriff der geil klang. Beide Möglichkeiten waren mehr als schwer umzusetzen, also vertagten wir die Debatte. Ausserdem mussten wir uns überlegen wie wir das ganze publik machen sollten. Um die Borderline "Fans" machten wir uns da weniger Gedanken. Uns gab es einfach zu kurz, um eine wirklich fest eingeschworene Fangemeinde zu haben. Das sah bei SoH schon ganz anders aus und Tame und ich stellten uns die Frage ob wir nicht von vornherein gelyncht werden würden. Schliesslich kannte keiner die Gründe für die SoH-Trennung. Gut vorstellbar also, dass wir beide in deren Augen der Grund des Ganzen wären. Und selbst wenn es nicht negativ aufgefasst wird, wie bringt man den Leuten am Besten bei, dass wir 3 nun zusammen Musik machten und das unter neuem Namen? Wir beschlossen bis auf Weiteres alles geheim zu halten bis wir was Handfestes hatten. In unserem Fall also richtig gute Tracks, die wir den Leuten geben konnten, um auch dem letzten Zweifler den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Wir wussten also dass alles an uns liegen würde und somit auch ein hartes Stück Arbeit vor uns. Wir machten noch einen neuen Termin in einer Woche aus, diesmal allerdings im Studio, da wir die vermeintliche Perle ja auch aufnehmen wollten. Das wir am selber Tag noch eine ganz andere Perle zu Papie bringen sollten, wussten wir allerdings noch nicht, aber dazu das nächste mal mehr.
6.3.14 18:34
 


Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(10.3.14 19:35)
Nett

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung