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5. 3 Worte - Ich hasse dich

Neuer Beat, neues Glück und dieser hatte es in sich. Uns war von vorn herein klar, dass das ein Brett werden würde, sollten wir es nicht völlig vermasseln. Manchmal findet man eben Instrumentals, die von alleine schon ein Gefühl rüberbringen, dass man nur unter größter Anstrengung versauen könnte. Mit einer E-Gitarre, die eine unglaubliche Atmosphäre aufbaut und einem Chor, der sich nie zu sehr in den Vordergrund spielt. Insgesamt ein Beat, der Wut ausdrückte, aber immernoch mit dem nötigen Verstand um nicht völlig irre zu wirken. Das Thema war daher schnell gewählt. Wir schrieben jeweils 3 Strophen über Menschen mit denen wir im Laufe unseres Lebens mehr als schlechte Erinnerungen verknüpften. Die Erfahrung macht wohl jeder mal in seinem Leben, dass man mit Leuten zu tun hat, denen man besser aus dem Weg gegangen wäre, oder von denen man irgendwann maßlos enttäuscht wird. Durch Verrat, Lügen oder einfach nur der Einsicht, dass der Mensch, den man glaubt zu kennen, nie derjenige war, für den man ihn gehalten hat. Wir saßen also auf meiner Wohnzimmercouch und schrieben das ehrlichste, aber auch böseste Stück Musik, was auf dem Album ist. Durch die Intensität des Beats hatten wir keinerlei Schwierigkeiten uns in die richtige Stimmung zu versetzen. Jeder von uns traf genau den Punkt. Egal ob Aster über die Einstellung einem Freund gegenüber: "Wir sind ein Herz, eine Seele, wenn du gehst durchtrenne ich mir die Kehle". Oder Tame über den Moment der Erkenntnis "Doch dann stellt sich raus du hast alle getäuscht, du warst für jeden ein Kumpel, doch für keinen ein Freund". Ich schrieb obendrein noch die Hook und bekam auch die Ehre, diese allein auf dem Track zu übernehmen. Um diesem nicht den einfachen Karakter einer lyrischen Hinrichtung zu geben, verpasste ich der Hook noch eine kleine Wendung. "Nur die Wahrheit in den Sätzen, ich verzweifel daran, denn der Hass, was er macht, trifft den Falschen verdammt." Also keine reine Abrechnung mit der jeweiligen Person, sondern immernoch mit dem Zweifel, ob das was man gerade tut, wirklich das Richtige ist.
Und wieder hatte ich beim Hören Bilder im Kopf und jedesmal wenn ich mir diesen Track zu Gemüte führe, baute sich in mir ein Gefühl von Wut auf. Die meisten werden jetz sagen, dass das nicht die Kunst wäre, sein eigenes Lied zu fühlen. Aber um ehrlich zu sein, ist es genau das. Da man bei seinen eigenen Werken eher darauf achtet, welche Stellen man besser machen könnte, als ganz objektiv das Lied wirken zu lassen. Klar verbindet man mit dem Lied, die jeweilige Situation oder den Menschen über den man geschrieben hat. Aber das Gefühl dabei hatte man ja auch schon vorher. Die Kunst ist es, dieses auf das Lied zu bringen, mit dem Text und der Art wie man es vertont. Natürlich werden Künstler immer sagen, dass genau ihr Song dieses eine Gefühl transportiert, aber so überzeugt wie diesmal, war ich persönlich von einem Werk noch nie. Warscheinlich liegt es auch daran, dass wir 3 grundehrlich alles rausliessen, ohne jedoch Namen zu nennen oder zu speziell zu werden.
Als nächstes widmete ich mich meinem Solotrack. Hierfür muss ich allerdings etwas weiter vorne ansetzen. Zu dem Zeitpunkt, als es mit den Jungs gerade losging, sah ich den Film "Ziemlich beste Freunde". Dass dies ein grandioser französischer Film ist, brauch ich wohl keinem erzählen. Allerdings achte ich als fanatischer Filmfan auch noch auf andere Sachen, zum Beispiel den Soundtrack. Und dieser haute mich einfach um. Ludovico Einaudi hatte mit seinem Klavier in meinen Ohren ein Meisterwerk erschaffen und sehr viele Leute kennen auch die Stücke, ohne zu wissen woher. Ich hatte mir schon länger angewöhnt, im Internet nach Beats zu suchen, in denen ein Sample von guten Soundtracks verwendet wurde. So auch bei diesem und ich wurde nach nichtmal 5 Minuten fündig. Natürlich würde man bei der Vorgehensweise rechtliche Probleme bekommen, wenn man ein bekannter Künstler ist, da diese Samples natürlich nciht geklärt sind. Aber da ich nicht davon ausgehe dass wir mit dem Album die Charts stürmen werden, bleibt mir diese Freiheit zum Glück erhalten. Ein Hoch auf den Untergrund.
Ich hatte also diesen melancholischen, traurigen Beat, wusste aber nicht was ich damit anfangen sollte. Irgendwann begann es mit meiner Freundin zu kriseln, normaler Beziehungsstress nach 3 Jahren eben, der aber kein Ende nehmen wollte. Als ich eines Abends nach Hause kam und wir uns nicht viel zu sagen hatten, flog mir diese Zeile im Kopf herum. Diese schrieb ich auf einen Zettel und legte sie in die Küche. "Fragezeichen im Blick, mit 3 Punkten untermalt, deine Augen wirken trist, früher konnten sie strahlen". Als wir dann die Sache mit den Zahlen besprachen, hatte ich sofort eine Eingebung. 3... so wie 3 kleine Worte. Da es in meiner Beziehung schon länger her war, dass diese Worte gefallen sind, hatte ich das Konzept für meinen Solotrack und den passenden Beat hatte ich auch. Ich schrieb das Ding unter der Woche, mitten in der Nacht. Mir liess das Ganze einfach keine Ruhe, also setzte ich mich mit dem Beat und einem Zettel in die Küche und schrieb einen ganzen Song hintereinander weg. Ich probierte einen Text zu schreiben, der zwar über Liebe handelt, aber kein Liebeslied sein sollte. Ich wollte keine Schnulze schreiben, sondern ein Gefühl beschreiben, über 2 Personen, die sich nichts zu sagen haben. Wobei schon "3 kleine Worte" eventuell helfen könnten.
Authenzität war mir schon immer wichtig in meiner Musik. Ich habe noch nie einen Song gemacht, in dem ich irgendwelche Geschichten von mir erzähle, die nicht stimmen. Manche würden sagen, ich kehre mein Privatleben nach aussen, aber ich glaube ich bin das perfekte Klischee für einen Künstler/Musiker. Tame und Aster kann ich da getrost dazu zählen. Probleme werden halt durch die Kunst verarbeitet. Ich rede auch eher weniger über Probleme, die mich beschäftigen, mal abgesehen davon, dass ich mich nur gerne über Sachen aufrege. Als der Track fertig aufgenommen war, steuerte Aster doch noch etwas bei. Irgendwann hatte er seine E-Gitarre im Studio mit und nahm einfach übers I-Phone ein paar Takte auf. Diese passten perfekt auf den Track und so läuft dieser nun mit ein paar selbstkomponierten Noten von Aster aus. Meiner Freundin zeigte ich das Lied später auch noch. Es traf mitten ins Schwarze. Alles was ich sagte passte ihrer Aussage nach, trotzdem kam, was kommen musste. Etwa einen Monat später trennten wir uns, sind aber trotzdem sehr gut miteinander befreundet. Man könnte sagen dass ich ein Kreis geschlossen hat, der mit "Ziemlich beste Freunde" anfing und endete. Für mich also ein sehr besonderes Lied, mit dem wir live jedoch noch unsere Problemchen haben sollten. Dazu aber beim nächsten mal mehr.
28.3.14 12:42
 


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