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6. Große Augen, kleine Probleme

Es wurde Zeit unsere bisherigen Lieder auch mal Live an den Mann zu bringen und dafür hatten wir auch schon bald die Gelegenheit. Wir hatten zwar nicht allzu viel, aber immerhin durchweg Tracks, von denen wir komplett überzeugt waren. Ausserdem konnten wir noch auf ein paar alte Sachen zurück greifen, die unsere Auftrittszeiten restlos füllen konnten. Als erstes ging es ins "Cafe Köpenick". Wo das ist brauch ich wohl keinem zu erklären. Aber so viel sei gesagt. Dieser Jugendclub ist eher für Rockbands gemacht, die vor kleinem Publikum ihre Stücke vortragen wollen. Der Look des Hauses erinnert auch mehr an eine Bandgarage von Punks, als an eine Eventlocation. Aber genau das macht den Charme daran aus. Als ich das erste mal dort mit Tame aufgetreten bin, musste ich auch erstmal schlucken, aber ich sollte sehr schnell merken, dass dort die Mitarbeiter, als auch das Ambiente, erste Sahne sind. Und das Bier ist billig, was für mich auch ein großer Pluspunkt ist. Wir machten nicht allzu großen Wirbel darum, dass wir dort auftreten. Wir stellten das Konzert bei Facebook rein und sagten unseren Kumpels bescheid. Es ging bei diesem Auftritt nicht darum mit unserer Liveshow die Hütte abzureissen, sondern einfach zu gucken welche Lieder live wie gut funktionierten. Man muss dazu sagen, dass die Technik dort kein Stück für Hip Hop ausgelegt ist. Wir hatten einen USB-Stick und eine CD mit unseren Beats und diese wurden über einen etwas betagteren Rechner abgespielt. Dabei kam es in der Vergangenheit schon öfter vor, dass einige Beats ein wenig ruckelten und man ganz schnell aus dem Takt flog. Gejuckt hat das noch keinen großartig, da es dort mit seinen Couches, Sesseln und dem wunderbar günstigen Bier so entspannt ist, dass man auch zu Techno aus Rotterdamm entspannen könnte. Unser Programm bestand aus allen Liedern, die wir bis dahin aufgenommen haben und ein paar Songs aus älteren Zeiten. Es lief alles super, allerdings sollten wir dort das erste mal feststellen, dass Gesang auf Platte nicht immer live genauso klingt. Als wir "Unverwechselbar" anstimmten, merkten wir drei sofort, dass das ganz großer Müll wird. Da wir aber noch genug Selbstverständnis haben, machten wir ein paar blöde Sprüche und das Ganze konnte als "guter Versuch" abgestempelt werden. Um das Publikum brauchten wir uns keine großen Gedanken machen, schliesslich war das Bier auf unserer Seite. Ganz anders verlief es bei "Das Leben". Als wir mit der Hook anfingen, zog es sogar die Barleute in den Auftrittsraum und mir war klar, dass wir, was dieses Lied betrifft, alles richtig gemacht hatten. Als Künstler schaut man den Leuten im Publikum gerne mal in die Augen, da man ganz schnell merkt ob die Menschen wirklich bei einem sind, oder nur nach einem Glas suchen, was sie nach dir werfen können. In diesem Fall gab es keine fliegenden Gläser, aber viele nachdenkliche und erstaunte Gesichter. Für uns ein voller Erfolg. Die anderen Lieder funktionierten auch super, bis es dann zu "3 Worte" kam. Solch ein ruhiges Lied live zu bringen, birgt immer das Risiko die Leute einzuschläfern. Wenn man also kein durchdachtes Konzept in seiner Tracklist hat, sollte man solche Stücke lieber aussen vor lassen. Haben wir nicht getan, sind aber zu der Erkenntnis gekommen, dass es eben nur so funktionieren kann. Denn der Übergang von "Stress" zu "3 Worte" ist mehr als nur ein kleiner Stimmungskiller. Aber egal. Im Großen und Ganzen wars ein Erfolg und wir wussten woran wir zu arbeiten hatten. Ausserdem gabs noch ein bisschen Geld auf die Hand. Ein Umstand denn es bei unserem Bekanntheitsgrad eher selten gibt. Ausserdem sind wir froh, wenn man uns überhaupt auf eine Bühne lässt. 
Der nächste Auftitt sollte wieder in einem Jugendclub stattfinden. "Profihaus" nennt sich die gute Stube und auch diese Location sollte sich als etwas speziell herausstellen. Wir wussten vom Veranstalter nur, dass es ein Konzertabend mit verschiedenen Künstlern sein wird, wie lang unsere Auftrittszeit ist und wann wir in etwa dran waren. Zunächst gab es jedoch eine positive Überraschung. Es gab einen Backstageraum mit Buffet. In dieser Hinsicht sind wir alles andere als verwöhnt und wussten garnicht so recht ob man sich denn überhaupt frei bedienen durfte. Bier gabs obendrauf auch noch kostenlos. In meinen Augen die perfekte Bewirtung. Leider kamen wir etwas spät, weshalb von dem Buffet nicht allzuviel übrig war. Und so stopfte sich Aster vor unserem Auftritt noch trockene Toastbrotscheiben in den Rachen. Das sollste noch Konsequenzen haben, an die wir in dem Moment nicht dachten.Ausserdem traf er noch einen alten Rapperkumpel, mit dem er später noch einen Track aufnahm. Dieser war mit seiner Band vor uns dran und als wir nach ihm die Bühne betraten, staunten wir nicht schlecht. Denn das Publikum war, abgesehen von den Mitarbeitern und Künstlern, nicht älter als 12. Wir spielten also vor Kindern. Dass diese nicht leicht bei Laune zu halten sind, dürfte jedem klar sein. Hinzu kam dass unsere Mucke nicht gerade leichte Kost ist. Nicht dass wir Musik machten, die nicht an Kinderohren gelangen sollte, wir hatten einfach Themen mit denen sich ein Kind in dem Alter nicht ausseinander setzt. Aber unsere Sorge war komplett unbegründet. Die Kleinen saßen wie die Orgelpfeifen vor der Bühne und starrten uns mit großen Augen an. Ich weiss nicht ob sie begeistert von der Musik waren, aber sie hörten schonmal interessiert zu. Die Kleinen als Maßstab für unser Livepublikum zu nehmen wäre ziemlich vermessen, aber ich muss sagen, dass auch das mal eine willkommene Abwechslung für mich war. Leider sollte sich Asters Toastbrotkonsum sehr schnell in seiner Stimme niederschlagen. Nach 3 Liedern war der gute Mann so heiser, dass er sich anhörte wie ein Ultra von Hertha nach 90 Minuten Schlachtgesang und maßlos Billigbier. Er probierte was er konnte, was auch für einige Lacher sorgte, aber im Endeffekt mussten Tame und ich seine Parts zu 80% übernehmen. Wir können von Glück reden, dass wir noch eine recht lockere Art haben mit solchen Dingen umzugehen. Auf einer großen Bühne sollte uns sowas jedoch nicht passieren. Aber Fehler sind nunmal da um sie zu machen und so sind wir wieder ein Stück schlauer geworden. Als unser Auftritt vorbei war und wir schon abfahrbereit draussen standen, kam einer der Bandmitglieder von Asters Kumpel zu uns und fing mit mir ein Gespräch an. Er erklärte dass ihr Rapper bald aussteigen würde und fragte mich ob ich nicht Bock hätte bei denen einzusteigen. Ich fühlte mich natürlich sehr geehert, aber dreist war das Ganze schon. Als ob ich jetzt zu Tame und Aster sagen würde: "Hauta rein Jungs, Ich hab jetz ne Band". Als ich ihm zu verstehen gab, dass das nix wird, fragte er noch einmal in die Runde ob wir nicht jemanden kennen würden und zog wieder ab. Wir hatten also 2 Auftritte gemeistert und genug in Erfahrung gebracht um uns auf was Großes vor zubereiten. Und mit diesem "großen" Auftritt und meinem persönlichen Highlight des Jahres geht es nächste mal weiter.
4.4.14 12:04
 


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